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Ein Rückblick

In 2005 feierte die Elch-Apotheke ihr 40-jähriges Bestehen. Viel ist passiert in diesen Jahren. Und wer könnte das besser beschreiben als ihr Gründer, Herr Schütz. Lesen Sie, was er in seinem Rückblick schreibt:

"Anfang der sechziger Jahre hatte Ulzburg etwa 2.200 Einwohner und war noch ländlich geprägt, es gab nur einen praktizierenden Arzt und noch keine Apotheke. In dieser Zeit begann Ulzburg zu wachsen. Neubaugebiete wurden ausgewiesen, Strukturen änderten sich. Es entwickelte sich die wirtschaftliche Basis für die Gründung einer Apotheke. Mein Vater, er hatte 1950 die Alster-Apotheke in Henstedt gegründet, ermunterte mich, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Und so eröffnete ich am 1. September 1965 die ELCH-APOTHEKE an ihrem ersten Standort in der Hamburger Straße 32 - damals hieß sie noch Hauptstraße - in Nachbarschaft der Kirche.



Wie kam die Apotheke zu ihrem Namen?

Der Elch ist das Wappentier der alten preußischen Provinz Ostpreußen, zu der ich eine starke innere Bindung habe. Für die nächsten zehn Jahre war es ein optimaler Standort und die Arbeit geprägt von einem sehr persönlichen Verhältnis zu Kunden und Patienten. Während dieser Zeit zeichneten sich Entwicklungen ab, die die Arbeitsabläufe in den Apotheken revolutionierten und zu erheblichen Rationalisierungen führten. Ich nenne nur die EDV. Die Arzneimittelforschung bescherte neue Pharmaka, damit verbesserte Therapiemöglichkeiten und vielen Patienten geschenkte Jahre, besonders den Herzkreislauferkranken.

Doch auch vor Ort ging die Entwicklung weiter. 1970 schlossen sich Henstedt, Ulzburg und Götzberg zur Großgemeinde Henstedt-Ulzburg zusammen, mit einer Einwohnerschaft von 10 000 Menschen.

 

Es bildeten sich kleine Zentren für Handel und Dienstleistungen, auch im Ortsteil Ulzburg am Bahnhof. Die Folge war: die ELCH-APOTHEKE brauchte einen neuen Standort in zentraler Lage. Es gelang mir, gegenüber dem Bahnhof ein Grundstück zu erwerben, und so begann 1974, mit tatkräftiger Unterstützung meiner Frau, die Planung eines Neubaus für den ersten Umzug, in die Hamburgerstraße 59.

Schon damals hatte ich eine hoch motivierte Belegschaft und so verlief alles reibungslos und nach Plan. Am 1. August 1975 konnten wir in den neuen und für eine Apotheke optimal gestalteten Räumen unsere Arbeit fortsetzen, für acht Jahre. Es war eine interessante, arbeitsreiche Zeit mit neuen Herausforderungen im Gesundheitswesen und damit größeren Anforderungen an meine Mitarbeiterinnen und mich.

Doch auch im Ort blieb die Zeit nicht stehen, im Gegenteil! Die Einwohnerzahl wuchs ständig, das Ulzburg-Center entstand, Allkauf siedelte sich an und für eine Apotheke entscheidend: Henstedt-Ulzburg wurde interessant für Ärzte aller Fachrichtungen, die sich niederlassen wollten. Um an dieser Entwicklung mitzuwirken, bedurfte es neuer Entscheidungen. So fanden sich, auf Initiative der Segeberger Volksbank, Interessenten zusammen, darunter mehrere Ärzte, mit dem Ziel auf dem Grundstück Beckersbergstraße 2 ein Ärztehaus zu errichten. Eine Bauherrengemeinschaft wurde gegründet, der ich mich auch anschloss. Das Ziel wurde erreicht, im Juni 1983 war der Neubau bezugsfertig. Mit dem erneuten Umzug lautet der Name der Apotheke: ELCH-APOTHEKE im ÄRZTEHAUS.

 

Was brachten die nächsten Jahre?

Neue Pharmaka, Impfstoffe aber auch veränderte Applikationsformen, wie transdermale Systeme, verbesserten die Therapiemöglichkeiten zum Wohle der Patienten. Davon profitierten u.a. Schmerzpatienten, Diabetiker und Demenzkranke. Der Gesetzgeber bescherte ständig neue Vorschriften und damit mehr Bürokratie. Politisch begründete Gesetze griffen in die Strukturen des Apothekenwesens ein und begannen es zu verändern. Veränderungen vor Ort kamen hinzu.

Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, bedurfte es nicht nur ständiger Verbesserungen der technischen Betriebsabläufe. Mindestens so wichtig waren und sind Fort- und Weiterbildung aller, die in der Apotheke tätig sind, denn Kunden und Patienten erwarten eine kompetente Beratung und auf jede Frage die richtige Antwort. All das war ohne eine gute Belegschaft und den Rückhalt meiner Frau nicht zu bewältigen.

In all den Jahren hatte die Elch Apotheke hervorragende Mitarbeiterinnen, die sich mit ihrer Arbeit identifizierten, ihr viele Jahre, zum Teil Jahrzehnte, die Treue hielten.
Eine von ihnen, Frau Silvia Hoff, entschloss sich, nach meinem Ausscheiden 2003, die Apotheke weiterzuführen und wie ich meine mit Geschick."